Versickerungsfähige Verkehrsflächen mit Pflasterklinker

Ökologisch und ökonomisch: 

Durch den Bau von Siedlungen und Verkehrswegen wurden in der Vergangenheit immer mehr Bodenflächen versiegelt. Regenwasser kann nicht mehr in den Boden versickern und zur Grundwasserneubildung beitragen, sondern wird in die Kanalisation eingeleitet. Bei Starkregen kann dies zu einer Überlastung der Abwassersysteme und Kläranlagen führen.

Versickerungsfähige Pflasterklinkerflächen schaffen Abhilfe

Versickerungsfähige Verkehrsflächen mit Pflasterklinkern wirken der Versiegelung von Bodenflächen entgegen und können Abwassergebühren und Kosten für Entwässerungslösungen deutlich senken.

Neben der Aufgabe, die Traglast des Verkehrs aufzunehmen, müssen versickerungsfähige Verkehrsflächen die Bemessungsregenspende von 270 l / (s * ha) dauerhaft in den Untergrund ableiten. Dazu sollten sowohl die Oberbauschichten als auch Untergrund und Unterbau laut FGSV-Merkblatt für Versickerungsfähige Verkehrsflächen (M VV) mindestens einen Infiltrationsbeiwert ki ≥  3∙10-5 m/s und eine Wasserdurchlässigkeit von kf ≥  5∙10-5 m/s aufweisen

   

 

Grafik: Arbeitsgemeinschaft Pflasterklinker e.V.

Bauweisen für Sickerpflaster

Zur Herstellung versickerungsfähiger Verkehrsflächen in Pflasterbauweise eignen sich sowohl normale, gefügedichte Pflasterklinker mit Normalfuge oder mit aufgeweiteter Fuge mit oder ohne angeformten Abstandshaltern. Dem Klinker wird in diesem Fall keine Drainleistung zugewiesen, sondern die gesamte Versickerung erfolgt über die Fuge. Entscheidend ist dabei der Fugenanteil und die Wahl eines geeigneten Materials für die Fugenfüllung.

Ergänzend dazu gibt es Pflasterklinker mit Aussparungen, die bei der Verlegung mit spezieller Gesteinskörnung gefüllt werden, durch die Niederschlagswasser ebenfalls bis in den Untergrund hinein versickern kann. Hierzu gehören Rasenlochklinker, Dränpflasterklinker,  Sternklinker und Pflasterklinker mit Sickerschächten.

Fotos: Arbeitsgemeinschaft Pflasterklinker e.V.

Zum Schutz des Grundwassers dürfen versickerungsfähige Verkehrsflächen nur außerhalb von Wasserschutzgebieten, mit einem Mindestabstand zum Grundwasser von 2 Metern und in Bereichen mit begrenzter Verkehrsbelastung mit der Belastungsklasse Bk0,3 RStO angelegt werden. Taumittel dürfen nicht verwendet werden. Der Untergrund muss mindestens 1 Meter mächtig sein, um die Filterung des eindringenden Wassers zu ermöglichen, außerdem muss die Filterstabilität der einzelnen Schichten gegeneinander gewährleistet sein. Weitere Empfehlungen für die Herstellung versickerungsfähiger Verkehrsflächen in Pflasterbauweise gibt das Merkblatt M VV des FGSV.

Foto:  Arbeitsgemeinschaft Pflasterklinker e.V.

Geringere Abwassergebühren

Für die Berechnung der Abwassergebühren von versickerungsfähigen Verkehrsflächen wird meist nur der halbe Oberflächenabfluss im Vergleich zur versiegelten Fläche zugrunde gelegt (Abflussbeiwert von Ψ  = 0,3 bis 0,5). Für Starkregenereignisse ist eine zusätzliche Notentwässerung vorgeschrieben, die jedoch kleiner und günstiger dimensioniert werden kann. Im privaten Wohnungsbau ist keine zusätzlichen Entwässerung erforderlich.

Foto:  Arbeitsgemeinschaft Pflasterklinker e.V./ Heidi Mayer

Versickerungsfähige Verkehrsflächen mit Pflasterklinkern leisten einen wichtigen ökologischen Beitrag zur Entsiegelung von Flächen und sparen Kosten bei der Abwassergebühr. Über die funktionalen, ökologischen und ökonomischen Aspekte hinaus bieten Pflasterklinker mit ihrer Vielfalt an Farben, Formaten und Verlegemustern ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeien für öffentliche und private Flächenbefestigungen.

Weitere Informationen über Pflasterklinker sowie die Planung, Gestaltung und Herstellung von Flächen mit Original-Pflasterklinker finden sich in der aktuellen Broschüre „Technische Informationen – Klinkerpflaster“ der Arbeitsgemeinschaft Pflasterklnker e.V., die kostenlos über die Webseite www.pflasterklinker.de oder bei der Arbeitsgemeinschaft Pflasterklinker e.V. bezogen werden kann:

Arbeitsgemeinschaft Pflasterklinker e.V.
Reinhardtstr. 12-16
10117 Berlin
Tel: +49 30 5200 999 16

E-Mail info@pflasterklinker.de
Internet: www.pflasterklinker.de

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Den vollständigen Pressetext und passendes Bildmaterial können Sie hier anfordern:

Skamper Kommunikation
Heike Skamper
Tel. 0221-29855685
info@skamper-kommunikation.de

 

 

 

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